Zwei Gäste bereiten gemeinsam mit einer Betreuerin an einem Tisch frisches Obst zu. KI-generiertes Bild.

Ein Tag bei uns

Acht Stationen zwischen acht und sechzehn Uhr. Die Zeiten stehen fest, und genau das ist die Leistung.

Warum feste Zeiten helfen

Ein Tag mit festen Zeiten wirkt von außen unflexibel. Für Menschen, deren Gedächtnis nachlässt, ist er das Gegenteil: eine Struktur, an der man sich festhalten kann, ohne sich etwas merken zu müssen. Nach dem Frühstück kommt Bewegung. Nach dem Mittagessen kommt Ruhe. Um drei kommt der Kuchen.

Diese Wiederholung nimmt Unsicherheit heraus. Wer nicht weiß, was als Nächstes passiert, bleibt angespannt, wer es nach zwei Wochen im Körper hat, wird ruhiger, auch wenn er die Reihenfolge nicht benennen könnte. Das ist der Unterschied zwischen einem betreuten Tag und einem beaufsichtigten.

  • 8

    Stationen von 08:00 bis 16:00 Uhr

  • 150

    Minuten Aktivierung am Vormittag

  • 60

    Minuten Ruhe nach dem Mittagessen

Die acht Stationen

So sieht ein ganz normaler Mittwoch aus. Die Uhrzeiten sind keine Richtwerte, sondern das, woran sich das Haus hält.

  1. 08:00–08:15

    Ankommen & Begrüßung

    Die Ersten kommen an, Mantel weg, hinsetzen. Wer mit dem Fahrdienst fährt, wird bis zur Tür begleitet. Eine Viertelstunde, in der nichts passieren muss außer Guten Morgen.

  2. 08:30–09:15

    Gemeinsames Frühstück

    Der eigentliche Beginn: gedeckter Tisch, Kaffee, Brot, Aufschnitt, Obst. Wer langsam isst, bekommt Zeit, es geht erst weiter, wenn alle fertig sind.

  3. 09:30–12:00

    Aktivierungen und Gruppenangebote

    Zweieinhalb Stunden Bewegung, Gedächtnis, Musik, Handarbeit. Wechselnd, aber in immer derselben Reihenfolge. Wer nur zusehen will, sieht zu.

  4. 12:00–13:00

    Mittagessen

    Warm und frisch, mit Rücksicht auf Unverträglichkeiten und Diäten. Wer Unterstützung beim Essen braucht, bekommt sie, beim Schneiden, beim Führen, beim Erinnern.

  5. 13:00–14:00

    Ruhezeit und Erholung

    Eine Stunde, in der nichts stattfindet. Hinlegen, dösen, lesen. Die Pause ist der Grund, warum die Nachmittage genauso gut sind wie die Vormittage.

  6. 14:00–15:00

    Nachmittagsprogramm

    Spaziergang, Spiel, Gespräch, oder Einzelbetreuung für den, der einen schweren Tag hat. Der ruhigste Teil des Programms.

  7. 15:00–15:45

    Kaffee & Kuchen

    Kuchen oder Gebäck, bei gutem Wetter auf der Terrasse. Für viele die schönste Dreiviertelstunde des Tages.

  8. ab 16:00

    Abreise

    Jacken, Taschen, Verabschieden. Wer mit dem Fahrdienst fährt, wird bis ins Auto begleitet, und zu Hause bis an die Wohnungstür.

Der lange Gruppentisch unter der hohen Holzdecke der NOAH Tagespflege.

Ankommen und Fahrdienst

Der Tag beginnt vor der Haustür. Wer mit dem Fahrdienst kommt, wird morgens zwischen 07:30 und 08:00 Uhr zu Hause abgeholt, ohne Hetze und mit Hilfe beim Einsteigen. Die genaue Uhrzeit hängt von der Route ab, und die Route davon, wer an diesem Tag kommt. Ab 16:00 Uhr bringt der Fahrdienst alle wieder sicher in ihr gewohntes Zuhause.

Die erste Viertelstunde im Haus ist bewusst leer. Mantel abgeben, hinsetzen, ankommen. Für viele Gäste ist der Übergang von zu Hause in die Gruppe der anstrengendste Moment des Tages, und er wird schlechter, wenn man ihn beschleunigt.

Wenn das Aufstehen morgens besonders schwer ist, sagen Sie es uns. Dann legen wir die Abholung ans Ende der Runde, und Ihr Angehöriger hat eine halbe Stunde mehr. Mehr zum Fahrdienst steht auf der Seite Tagespflege für Senioren.

Ein Fahrer des Fahrdienstes begleitet eine Seniorin mit Rollator zum Kleinbus mit ausgeklappter Rampe.

Was trotzdem flexibel bleibt

„Unser Tagesprogramm ist flexibel und wird individuell angepasst“, das steht so in unserer Beschreibung, und es ist kein Widerspruch zu den festen Zeiten. Fest sind die Übergänge, frei ist, was innerhalb passiert.

  • Wer bei der Gymnastik nur zusehen will, sieht zu.
  • Wer lieber allein sitzt, bekommt einen Platz abseits der Gruppe.
  • Wer einen schlechten Tag hat, bekommt Einzelbetreuung statt Gruppenangebot.
  • Wer früher nach Hause muss, geht früher.
  • Wer länger schlafen will, bleibt in der Ruhezeit liegen.

Was nicht flexibel ist: die Essenszeiten und die Ruhestunde. Beides betrifft die ganze Gruppe, und beides funktioniert nur, wenn es für alle gilt.

Ein Gast entspannt mit einer Tasse auf dem Sofa, während andere Gäste am Tisch sitzen. KI-generiertes Bild.

Was Gäste mitbringen sollten

Alles andere ist bei uns im Haus. Diese fünf Dinge sollten bitte mitkommen.

  1. Medikamenten­plan

    Aktuell und vom Hausarzt. Ohne ihn dürfen wir keine Medikamente geben, zum Schutz unserer Gäste.

  2. Brille und Hörgerät

    Das Hörgerät bitte mit Ersatzbatterien, wer gut sieht und hört, ist leichter dabei.

  3. Geh-Hilfen

    Rollator, Gehstock oder Rollstuhl, was im Alltag sicher macht, kommt mit.

  4. Bekleidung und Ersatzwäsche

    Bequeme Kleidung für den Tag und ein Satz Wechselwäsche für alle Fälle.

  5. Alle nötigen Hilfsmittel

    Was zu Hause im Alltag gebraucht wird, zum Beispiel Inkontinenzmaterial.

Unsicher, ob etwas fehlt? Rufen Sie uns an unter 0209 947 771 26, wir gehen den ersten Tag gern mit Ihnen durch.

Erleben Sie einen ganzen Tag

Ein Probetag ist genau das: dieser Ablauf, einmal komplett, von der Begrüßung um acht bis zum Kuchen um drei. Unverbindlich, ohne Vertrag, ohne Verpflichtung.

  • Sie finden unsTheodorstraße 15
    45889 Gelsenkirchen-Bismarck
  • GeöffnetMontag bis Freitag, 08:00–16:00 Uhr